Die Akte Bishop VIII

Alte Geister

 

Malon Bishop stand hinter einer Barriere aus Schrott in dem breiten Zugangstunnel ihres Bunkers. Noch einmal kontrollierte er die Frequenzen der Sprengladungen weiter oben im Tunnel. Jeder Eindringling würde einen hohen Blutzoll zahlen müssen. Trotzdem würde man sie überrennen. Von der 243ten und den anderen Versprengten war nur eine Handvoll einsatzbereit. Von den Offizieren war keiner auf den Beinen und als Sergeant war er nun die Nummer Zwei in der Befehlskette. Neben ihm hockten einige wenige demoralisierte, schmutzige und verwundete Soldaten, die sich an ihre Waffen klammerten. Weitere Opfer für die Imperiale Kriegsmaschinerie, die ohne Rücksicht auf eigene Verluste durch ihre Stellungen gepflügt war.

Sie hatten sich teuer verkauft angesichts der Umstände. Aber wen interessierte das schon... so viele Tote für eine Welt, die nach dem Verlust des Raumdocks strategisch vollkommen wertlos war. Sie waren für nichts gestorben. Sie waren am Boden geblieben um Zeit für die Flotte zu erkaufen. Zeit für eine Flotte, die immer noch nicht hier war. "Du wirst auch für nichts sterben, ohne deinen Sohn aufwachsen zu sehen" schoss es ihm durch den Kopf. Aber das stimmte nicht. Er war frei. Frei, um für das zu kämpfen, was ihm wichtig war: Die Republik und dass sein Sohn in einer freien Welt aufwachsen könne. Er spürte keine Reue, nur das Bedauern, nicht noch mehr Sith getötet zu haben.

Er versuchte aufrecht zu stehen und wenigstens etwas Zuversicht auszustrahlen, wenn er auch selbst keine verspürte.

Schlussendlich lehnt er sich doch wieder an die Barriere. Sein seit Tagen gebrochenes Bein brachte ihn um vor Schmerzen. Die Sanis wollten ihm keine Schmerzhemmer mehr geben, also hatte er sie von Toten geplündert. Völlig egal, ob er bald davon abhängig sein würde. Er verabreichte sich einen weiteren Stim und der Schmerz lies schnell nach. Die Blasterschusswunden merkte er schon gar nicht mehr.

Plötzlich brüllte Bellmann, dass man die allgemeine Frequenz einschalten solle, es gäbe eine Nachricht der Imps. Er aktivierte sein COM und wählte den Kanal an:

 

"In Treue an den Imperator, unseren unsterblichen Herrscher, erkläre ich die Vernichtung von Ichium und all jener, die sich gegen das Imperium gestellt haben. Ich verurteile die Feinde des Imperiums zum Tode. Ich, Darth Momon, unterzeichne das Todesurteil einer ganzen Welt und übergebe all seine Seelen der Verdammnis. Der Imperator beschützt."

 

Es brauchte einen Moment, bis ihm durch den chemischen Nebel der Schmerzmittel der Sinn der Worte klar wurde. Sie werden die Turbolaser der imperialen Flotte auf ihre Stellung Abfeuern.

Ichium war für ihn das Ende und das wusste er nur zu gut. Bilder von den Kämpfen und der zerstörten Oberfläche des Planeten schossen ihm durch den Kopf. Und das Lachen seines Sohnes…

 

20 Jahre später.

Ein nervtötendes Gepiepse riss Geib aus seinen Träumen. Träume aus der Kindheit, aus besseren Zeiten… Er richtete sich im Bett auf und setzte sich auf die Bettkante. Nemoe lag halb zugedeckt da. Mit einem leisen Stöhnen drehte sie sich auf die Seite und wandte ihm den Rücken zu. Noch leicht Schlaftrunken stand er auf und ging aus dem Zimmer in Richtung des Piepsens, das wohl von einer Holocomstation kam.

Er stolperte über verstreute Kleidungsstücke die am Boden lagen. Stille Zeugen der vergangenen Nacht, in der man es nicht erwarten konnte, sich ihrer zu endledigen. Geib schlüpfte in seine Hose die über einer Stehlampe hing und ging leise fluchend zur Comstation und nahm das Gespräch an. „Weiß man denn nicht, dass es grade mal 4:43 ist?“ sagt er leicht genervt als Begrüßung, während sich das Bild aufbaut.

Erst ist nur ein leerer Raum zu sehen, drei Sekunden später tritt ein Mensch ins Bild. Der Mann scheint schon älter zu sein, sein kurzes Haar ist ergraut. Tiefe Furchen durchziehen sein Gesicht. Er trägt abgetragene Sachen die wohl so alt sind wie er selbst. Am auffallendsten ist der rechte Cyborgarm. In den Augen des Fremden ist ein gewisses Leuchten zu erkennen, dass Geib bekannt vorkommt, doch er wüsste nicht, woher er diesen Mann kennen sollte. Dann plötzlich wurde es ihm klar, als der Mann anfing zu sprechen..

„Hallo, mein Sohn!“……..

Die Akte Bishop VII

Schweren Herzens

 

Ich hätte nicht gedacht, dass sich alles so schnell ändern könnte. Natürlich – wir sind in einem Krieg mit sich ständig verschiebenden Fronten (zu unseren Ungunsten verschiebenden Fronten, wie mir scheint), da sollte man mit neuen Situationen rechnen. Aber das kam unerwartet.

Ich verstehe es nicht. Und gleichzeitig hält es mir einen Spiegel vor, um den ich nicht gebeten habe. Aber statt über die Vergangenheit zu grübeln, sollte ich mich auf die Gegenwart konzentrieren.

 

Ich schwenke mein Weinglas mit rotem Tessiana, der sich träge wie Blut hin und her wiegt…

„Was schaust du so bedrückt“ fragte mich Nemoe sanft. Sie saß in ihrem rotschwarzen Abendkleid mir gegenüber in diesem schicken Restaurant in Pols Anaxes der Haubtstadt von Anaxes, das an der Perlemianischen Handelsstraße lag. Wir hatten uns hier getroffen, um unseren Jahrestag zu feiern, mit einem guten Essen, ein paar Gläsern Wein und wohl auch mit einer heißen Nacht. Doch auf dem Weg hier her bekam ich eine Holoaufzeichnung zugeschickt über die letzten Ereignisse im Orden.

„Geht es noch um den Orden?“ Nemoe lehnte sich nach vorne und nahm meine Hand in ihre. “Du kannst nichts dafür, also mach dir keine Vorwürfe. Es war ihre Entscheidung, den Orden zu verlasen.“

Ein leicht gequältes Lächeln huschte über ihre weichen Gesichtszüge. „Mag sein, doch war ich nicht anwesend! Vielleicht hätte ich etwas ändern können, wenn ich dagewesen wäre. Und jetzt?“

„Der Krieg hat noch nie das Beste aus einem Lebewesen geholt. Schau dir nur die Sith an. Ihnen macht es Spaß so grausam zu sein. Und wenn der Orden meinte, dass er sich von ein zwei Mitglieder trennen muss, weil sie dem Orden schaden, dann...“ Ein Kellner unterbrach die Unterhaltung durch sein Herantreten mit einer neuen Flasche Wein. Er stellte sie auf den Tisch und ging zwei Schritte zurück, bevor er ganz vom Tisch wegtrat.

Nemoe holte wieder Luft. „Du meintest, es war eine mehrheitliche Entscheidung, und die„ Sie machte eine kurze pPause „die dagegen waren haben sich entschlossen ihren eigenen weg zu gehen. Meister Akaru, Eshe, Passy-wan, Elbarto und all die anderen“ Sie nahm eine Schluck aus ihrem Glas. Ein leichtes Hicksen und sie stellte das Glas wieder ab.

„Und schau doch auch auf die guten Nachrichten. Calpunius hat Perlini, wieder gefunden. Und jetzt vertreib einfach mal die dunklen Gedanken und genieße den leckeren Tangrene-Pilzauflauf“ Ihr Lächeln, das sie auflegte verzauberte mich und wir aßen. Und doch denke ich nicht, dass das Wort “einfach” alles lösen kann….

Die Akte Bishop V

 

Glückstreffer

 

 

Ein warmer Wind wehte über den Stand, exotische Vögel kreischten in der Entfernung und neben ihm lag eine attraktive junge Mirialanerin lächelnd unter einem Sonnenschirm. Alles wirkte friedlich. Eigentlich fast zu friedlich, eher wie im Traum. Er hielt sich an der Vorstellung fest, wollte nicht loslassen.

 

 

 

Die Welt flackerte. Als er klarer wurde realisierte er, dass sein HUD immer noch defekt war. Wo war er eigentlich. Tatooine? Nein, er konnte Hochhäuser in seinem Blickfeld erkennen. Er lag wohl auf dem Rücken. Plötzlich durchschoss ihn Energie. Còrryn hatte ihm ein Stim in den Hals geschossen. Sein Oberkörper schnellte hoch. "WAS....wo bin ich". Geib sah sich um, verwundete Soldaten, in der Entfernung Kampfgeräusche. Neben ihm huschte eine recht zierliche Gestalt in Rüstung bereits weiter zum nächsten Verwundeten. Er sah sich um, eine Art Park, aber von Granaten aufgesprengt. Schutt lag überall herum, einige Ausrüstungsteile und gelegentlich Leichen in verschiedenen Stadien der Verwesung. Der Strand war besser gewesen...

 

 

 

Die chemischen Substanzen brachten ihn auf Touren, er stand auf und nahm mechanisch das Gewehr in beide Hände, das er wohl die ganze Zeit verkrampft in der rechten Hand gehalten hatte. Die Soldaten trugen alle weiße Rüstungen. Er hob das Gewehr, schaute auf die Ladeanzeige. Es war ein Republik-Modell: E-313. Irgendwie fremd und doch vertraut. Wie die Rüstungen. Er ließ das Gewehr wieder sinken. Was ist passiert? Er lebte noch, das war klar. Er hielt sich an dem Traum fest, dessen Details bereits verblassten.

 

 

 

Irgendwer rief "Bishop, hier rüber". Kurzes überlegen. Bishop war sein Familienname.... Er lief mechanisch in Richtung der Stimme. Mehrere Soldaten, fast alle verwundet. Sie machten sich abmarschbereit, wuchteten grade einen massiven Soldaten, der ihn etwas an Targonne erinnerte, dessen Rückenpanzer aufgesprengt war und aus dem rote Hautfetzen heraus hingen, auf eine Trage. "Wo sind Wir?"  fragte Geib wieder. Irgendjemand sagte "Halt dich an Blister". Sein Com ging an und Blister's vertraute Stimme drang aus dem Lautsprecher. "Im Einsatz Mann, Corellia.". Klang ziemlich gestresst. Wenn Blister gestresst war, bedeutete das nichts Gutes. "Ich kann mich nicht erinnern, sehe schlecht. Hat es mich erwischt?". Blister sicherte mit seinem schweren Repetier-Blaster einen großen Hauseingang, anscheinend der Schauplatz des Kampfes, bei dem es ihn erwischt hatte. Er kuckte sich kurz um, betrachtete Geib´s Helm, sagte aber nur "Ja, wird schon" und drehte wieder den Kopf in Richtung Gang.

 

 

 

Geib sah sich unschlüssig um, folgte dann aber Hoogins, Burral und Blister, als das Signal zum Aufbruch kam. Er konnte laufen, war nur etwas unsicher auf den Beinen. So schlimm konnte es nicht sein, auch wenn er sich etwas Sorgen machte wegen der Wunde. Wo es ihn wohl erwischt hatte?

 

 

 

Zurück in der Basis stellte sich bei ihm ein surreales Gefühl ein. Der Tross aus verwundeten, halbtoten Soldaten kam in der Basis an einer Gruppe Jedi vorbei, einer der Robenträger beschwerte sich in weinerlichem Ton, dass er sein Lichtschwert verloren habe. Geib hatte den Großteil des Weges auf den verwundeten Soldaten mit dem zerstörten Rücken gesehen und verspürte nun den tiefen Wunsch, dem Jedi ins Gesicht zu schießen. Zum Glück schob Blister ihn weiter zur Krankenstation.

 

 

 

Er wurde auf eine behelfsmäßige Liege gesetzt und wartete auf den Doc. Durch die vielen Verwundeten dauerte es relativ lange, sodass er von selber den Helm abnahm. Er erschrak aufgrund des geschwärzten Brandlochs an der rechten Seite des Helms. Von innen betrachtet schien das Loch weit weniger groß, so schlimm würde es schon nicht sein. Als schließlich der Medidroide kam und einige Untersuchungen machte, war er sich immer noch nicht sicher, was er hier eigentlich machte, aber irgendwie würde das schon Sinn machen. Nachdem der Droide ihm ein Schlafmittel gegeben hatte, dämmerte er trotz der teils vor Schmerz stöhnenden Kameraden schnell weg. Vielleicht würde der Traum ja wieder kommen.

 

Er träumte auch wieder von einer alten Liebe, die hatte sich effektiver in seinen Schädel eingebrannt als der Blasterschuss des Mandalorianers. 

 

Die Akte Bishop VI

 

Von Jägern und Gejagten

 

Flackernde Beleuchtung an der Decke, hier und da noch die  Überreste von meinen Artgenossen. Der Geruch von verbranntem Fleisch und frischem Blut haftet noch an ihnen. Dünne Rauchsäulen steigen aus kleinen runden Löchern von ihren Körpern, abgetrennte Krallen liegen nicht weit verteilt um  sie herum. Ich atme tief ein um diesen Geruch einzufangen. Ja da ist er. Der süße Geruch von frischem Fleisch, Angst und Blut. Die Gier steigt unermesslich in mir. Wut, Hunger, Gier sind meine einzigen Gedanken. Langsam setze ich mich in Bewegung, die Spur weiter verfolgend. Da plötzlich, höre ich wieder diese Geräusche, die mir von Kämpfen berichten. Durch die ehemaligen Lüftungsschächte dringen sie zu mir, ich bleibe stehen, versuche die Gier zu unterdrücken, um nicht gleich los zustürmen. Meine Krallen drücken sich in den Boden aus Dreck, Kot und Schrott, der sich in den Jahrhunderten hier gesammelt hat. Ich kenne diese Tunnel gut, seit einer Ewigkeit jage ich hier, kleinere Beute, schwächere und kranke meiner eigenen Art. Und in letzter Zeit auch immer mehr von diesen Zweibeinern, mit diesen leuchtenden Stäben, die einem ganze Krallen und Beine abtrennen können und die Wunden brennen. Oder diesen Zischer die leuchtendes Licht werfen, das das Fleisch verbrennt.

 

 

 

Die Schächte sind eine gute Möglichkeit, um meine Beute zu umkreisen und sie unerwartet von hinten zu erlegen. Geifer läuft mir schon die Reiszähne runter, es kommt mir vor als könne ich schon das Blut schmecken. Wieder muss ich die Gier unterdrücken. Ich krieche in den schmalen Schacht, ein paar Meter dann geht dieser steil nach oben. Meine Krallen bohren sich in die Wände, meine Muskeln ziehen mich Stück für Stück hoch. Da ich höre meine Beute schon rufen, oh wie ich gegen die Gier kämpfen muss. Es sind gleich mehrere, die sich zurufen, ich kann sie riechen. Ihre Angst!

 

Die obere Ebene habe ich recht schnell erreicht, der Durchgang ist durch ein rostiges Gitter versperrt. Wut keimt in mir auf, ich lasse ihr freie Bahn. Ich werfe mich mit aller Wucht dagegen, ein, zwei Mal und da beim dritten Mal lande ich im Flur dahinter. Ich schüttel mich kurz, der Geruch ist hier noch stärker. Ich folge ihm. Der Flur verengt sich durch von der Decke abgefallenen Schutt.  Ich spüre meinen Puls, wie er rast als ich das Geräusch von Zischern höre. Meine Krallen tragen mich schnell und lautlos, ich habe keine Kontrolle darüber mehr wie schnell sie mich zu meiner Beute tragen…

 

Die Zischer werden immer lauter, sie kommen aus einem großen Raum am Ende von dem kleinen Flur. Es ist eine Halle, rostige Brücken haben sich aus den Deckenverkleidungen gebildet, die drohend über allem hängen. Ein gezielter Sprung und ich bin auf einer, die ein paar Metern über dem Boden hängt. Aus dem Flur vor dem Eingang kann ich Licht aufflackern sehen, das von den Zischern kommt. Die Wut, das Verlangen und der Hunger sind kaum noch zu unterdrücken. Der Geruch von Blut, Schweiß und Angst sagen mir, dass die Beute gleich von meinen anderen Artgenossen in die Halle getrieben werden. Ohh diese Vorfreude, diese Spannung und dann…..

 

Taris 02:34 Standardzeit

 

In den Ruinen einer alten Chemiefabrik kämpft eine kleine Gruppe ums Überleben…

 

„Mist meine Energiezelle ist fast leer! Wir müssen hier weg!“ rief Geib über die Schulter nach hinten zu Nemoe und den anderen.

 

„Hinter dieser Halle befindet sich ein Treppenhaus, das nach draußen führt, laut der alten Karte“ rief Mera laut, um das Blasterfeuer von Blister, der hintern einem abgestürzten Deckenpfeiler in Deckung gegangen war, zu übertönen.

 

„Dann nichts wie raus hier!“ ertönte die Stimme von Nemoe.

 

Die Gruppe rannte durch die Halle umkreiste einige Schutthaufen, um dann erschrocken vor dem verschütteten Durchgang zu stehen. „Was nun?“ fragte Meral atemlos. „ich hab keinen Bock für irgend so ein altes Datacron hier zu verrecken!“ „Beruhig dich!“ fuhr Blister sie an. „Wartet kurz, ich werde schauen, was ich mit der Macht ausrichten kann.“ Sprach Nemoe mit sanfter Stimme und steckte ihr Doppellichtschwert weg, und fokussierte mit der Macht den Schutthaufen an. Sie spürte die Macht um sich. Sie spürte die Anspannung, die Angst ihrer Begleiter und sie spürte noch etwas. Hunger, Wut und Gier…    

 

Ihr Blick richtete sich langsam nach oben. Auf einer Vorrichtung die von der Decke hing, saß es. Das große Maul mit seinen Scharfen Reißzähnen an denen schon der Geifer runter tropfte, der große Rakghul setzte zum Sprung an und noch bevor Nemoe etwas sagen konnte, traf der Rakghul im Flug mit seiner Kralle sie im Gesicht. Er warf sie um und landete auf ihr. Die Wunde im Gesicht brannte wie ein Vulkan. Der Aufprall auf dem Boden und der Rakghul auf ihrer Brust pressten die letzte Luft aus ihrem Körper. Sie rang nach Luft, versuchte sich das Vieh vom Leib zu drücken. Sie konzentrierte sich und mit einem Machtstoß schleuderte sie den Rakghul von sich.

 

Den Rest bekam Nemoe wie unter einem Schleier mit. Der Rakghul wurde durch den Machtstoß gegen eine Metallstange geschleudert, die ihn durchbohrte, er zuckte noch kurz bevor ihn die letzte Lebensenergie verließ. Sie richtete sich auf und mit einfachen Handbewegungen räumte sie den Schutt weg. Mit Deckungsfeuer rückte die Gruppe in das Treppenhaus vor und dann wurde ihr übel und die Beine versagten ihren Dienst. Sie sackte auf die Knie und eine angenehmen Ohnmacht überkam sie….

 

Die Akte-Bishop IV

Huttenball

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''Waffen, Beleidigungen und Betrug ... sind im höchsten Maße erwünscht!''
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Da standen sie nun. Im Zugangsbereich für Mannschaften, welcher nur durch eine Lichtschranke vom Spielfeld getrennt war. Die Gigant-Arena macht ihrem Namen, mit einer Kapazität von 14000 Zuschauerplätzen, zusätzlich zu Lobby- und VIP-Bereich, alle Ehre. Die Erwartungsschreie der in Aufruhe versetzten Masse wurden ausschließlich von den einleitenden und anstachelnden Worten des Kommentators übertönt.''verehrte Damen und Herrschaften. Im Namen von Kabass dem Hutten begrüße ich sie zur fünften Huttenballpartie der dritten Liga. In diesem Spiel stehen sich die Blaster Heros und die Bastards Best Frinds gegenüber.....'' Während der Kommentator, in ausschweifender Art und Weise, das Publikum verbal mit Feuer speist, betrachtete Geib mit einem Blick über die Schulter die Mannschaft. Die Jungs sehen fit aus und scheinen mit mehr oder weniger gespielter Gelassenheit den bald folgenden Wahnsinn zu erwarten. Die Blaster Heros waren seit jeher ein dynamisches Team. In der auf körperliche Härte ausgelegten Sportart kam es des Öfteren zu Ausfällen und manch eine Karriere endete schneller als sie anfing. Er hingegen war genauso wie Mistkel und Taragonne als Ersatz eingesprungen, nach dem man 3 andere Spieler vor einigen Tagen in einer Cantina Krankenstationsfrei geprügelt hatten.

Der Zugangsbereich zur Arena, in welchem sie auf den Spielstart warten, wurde mit mehreren Bannern und Flaggen des Teams ausgeschmückt, welche alle das Mannschaftssymbol zeigten


Geib's Blick richtet sich nun gen Mistkerl, man hätte nicht gedacht das dieses „halbe Hemd“ ein so guter Huttenball-spieler sein. Mit seinen fast ein Meter siebzig war er der kleinste, aber was ihm an Größe fehlte machte er durch Gerissenheit wieder weg. Das hatte er im letzten Training und in den 2 Spielen die er vorher schon bestritten hat unterbeweis gestellt. Zusammen mit Taragonne konnte man sich darauf gefast machen, das die zwei ein fintenreiches und kreatives Spiel liefern würden. Taragonne schlug Geib auf die Schulter, er stand rechts neben ihm und unmittelbar vor der Lichtschranke. ''Na Nervös?''

„Etwas“ gab Geib so locker wie er konnte zurück.

Es waren nur noch wenige Minuten bis die Lichtschranke ausging und die Spieler beider Teams in die Arena stürzen würden.
Auf beiden Seiten konnten die Fans von den Tribünen aus hektisches Treiben, hinter den Lichtschranken sehen.
Für viele sah es so aus als ob beide Mannschaften schon heiß darauf waren die Schlacht um den Ball zu beginnen.Geib stand vor der Lichtschranke und starrt nach draußen. Im Kopf geht er nochmals die Spielabläufe der einzelnen Spielzüge durch. Seine ganze Konzentration steckte er für diese letzten Minuten vor Beginn, einzig und allein auf den Start. Jeder wußte, dass ein gut geglückter Start die halbe Miete für eine Partie war...Er schüttelte sich kurz.Er starrte kurz zurück zum Rest des Teams.
Als sein Blick wieder auf Mistkerl traf, zeigte er ihm kurz den Daumen hoch. Dann spracht Mistkerl in seiner üblich ruhigen und gelassenen Art noch mal allen Mut zu. "Dann wollen wir ihnen mal den Arsch auf reisen Jungs…!“
Ein lauter Kampfschrei erfolgte. Die Zuschauer und Fans konnten dies über die Holoprojektionen gut mitverfolgen. Es waren noch wenige Sekunden bis die Lichtschranke aufgeht und das Team der Blaster Heros, sowie das Team der Bastdarts Best Frinds stellten sich hinter der Lichtschranke auf und machen sich bereit
los zustürmen.
Die Zuschauer wusten genau, dass es gleich wieder über die Lautsprecher ertönte...

 

''Spielen wir Huttenball!'' - dröhnt die Stimme des Kommentators durch die Sprechanlagen.

Wie aufgeschrecktes Wild auf der Flucht vor einem Raubtier, stürmten Die Mannschaften als die Lichtschranken heruntergefahren wurden. Nach ein
paar Schritten ging es ca. drei Meter steil abwärts in die Arena. Mit einem kräftigen Satz sprang Geib hinab. Die schweren Stiefel hinterließen ein dumpfes Grollen als er unten aufkammt. Er ging leicht in die Hocke um den Sprung abzu-
federn und reiß seinen Blick dann aufwärts. Es verging eine Sekunde, bevor er weiterlieft. Ein Augenblick gerad genug Zeit um sich zu orientieren. Der Aufbau einer Arena samt den eingesetzten Hindernissen ist von Spiel zu Spiel unter-
schiedlich, was es nötig machte sich die Begebenheiten schnell einzuprägen. Entgegen der Mittelfeldstürmer hetzt Mistkerl auf der linken Spielfeldseite entlang, um sich frei zulaufen. Geib lief ihm hinterher um ihm Deckung zugeben. Targonne hatte sich den Ball erkämpft und machte einen weiten Pass zu Mistkerl der hin mit einem gezielten Sprung auffing.

Ein stämmiger Gegenspieler stellte sich ihm entgegen und schlug mit einer großen Keule nach Mistkerl. Doch dieser nutze die glatte Oberfläche aus und geduckt rutschte er mit den Füßen voraus durch die Beine seines Gegners. Der Ihm nur verdutzt nach schaute…..

 

Geib versuchte die Aufmerksamkeit des Gegners mit der „66“ auf seinem Trikot zu bekommen in dem er ihm die Schulter in die offene Seite rammte. Was den Dicken nicht wirklich zu stören schien. Er packte Geib am Kragen als wäre er nur eine kleine Rotzgöre. Der Dicke lächelte leicht so das die Dickenwulstigen Lippen Schwarzbraune Zahnstummel freigaben, und dann kam der Dicke massige Schädel so schnell auf Geibs Gesicht zu das er nicht mal die zeit hatte zu reagieren. Nach dieser heftigen Kopfnuß warf man ihn zu Boden. Auf allen vieren und voller schmerz hielt sich Geib das Gesicht. Da ein harter schlag auf den Hinterkopf. „Das tut verdammt noch mal weh aber ich muss weiter….“ Doch eine angenehme Dunkelheit umschloss ihn und er fiel bewusstlos zu Boden….