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Die Akte Bishop VII

Schweren Herzens

 

Ich hätte nicht gedacht, dass sich alles so schnell ändern könnte. Natürlich – wir sind in einem Krieg mit sich ständig verschiebenden Fronten (zu unseren Ungunsten verschiebenden Fronten, wie mir scheint), da sollte man mit neuen Situationen rechnen. Aber das kam unerwartet.

Ich verstehe es nicht. Und gleichzeitig hält es mir einen Spiegel vor, um den ich nicht gebeten habe. Aber statt über die Vergangenheit zu grübeln, sollte ich mich auf die Gegenwart konzentrieren.

 

Ich schwenke mein Weinglas mit rotem Tessiana, der sich träge wie Blut hin und her wiegt…

„Was schaust du so bedrückt“ fragte mich Nemoe sanft. Sie saß in ihrem rotschwarzen Abendkleid mir gegenüber in diesem schicken Restaurant in Pols Anaxes der Haubtstadt von Anaxes, das an der Perlemianischen Handelsstraße lag. Wir hatten uns hier getroffen, um unseren Jahrestag zu feiern, mit einem guten Essen, ein paar Gläsern Wein und wohl auch mit einer heißen Nacht. Doch auf dem Weg hier her bekam ich eine Holoaufzeichnung zugeschickt über die letzten Ereignisse im Orden.

„Geht es noch um den Orden?“ Nemoe lehnte sich nach vorne und nahm meine Hand in ihre. “Du kannst nichts dafür, also mach dir keine Vorwürfe. Es war ihre Entscheidung, den Orden zu verlasen.“

Ein leicht gequältes Lächeln huschte über ihre weichen Gesichtszüge. „Mag sein, doch war ich nicht anwesend! Vielleicht hätte ich etwas ändern können, wenn ich dagewesen wäre. Und jetzt?“

„Der Krieg hat noch nie das Beste aus einem Lebewesen geholt. Schau dir nur die Sith an. Ihnen macht es Spaß so grausam zu sein. Und wenn der Orden meinte, dass er sich von ein zwei Mitglieder trennen muss, weil sie dem Orden schaden, dann...“ Ein Kellner unterbrach die Unterhaltung durch sein Herantreten mit einer neuen Flasche Wein. Er stellte sie auf den Tisch und ging zwei Schritte zurück, bevor er ganz vom Tisch wegtrat.

Nemoe holte wieder Luft. „Du meintest, es war eine mehrheitliche Entscheidung, und die„ Sie machte eine kurze pPause „die dagegen waren haben sich entschlossen ihren eigenen weg zu gehen. Meister Akaru, Eshe, Passy-wan, Elbarto und all die anderen“ Sie nahm eine Schluck aus ihrem Glas. Ein leichtes Hicksen und sie stellte das Glas wieder ab.

„Und schau doch auch auf die guten Nachrichten. Calpunius hat Perlini, wieder gefunden. Und jetzt vertreib einfach mal die dunklen Gedanken und genieße den leckeren Tangrene-Pilzauflauf“ Ihr Lächeln, das sie auflegte verzauberte mich und wir aßen. Und doch denke ich nicht, dass das Wort “einfach” alles lösen kann….

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