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Die Akte Bishop V

 

Glückstreffer

 

 

Ein warmer Wind wehte über den Stand, exotische Vögel kreischten in der Entfernung und neben ihm lag eine attraktive junge Mirialanerin lächelnd unter einem Sonnenschirm. Alles wirkte friedlich. Eigentlich fast zu friedlich, eher wie im Traum. Er hielt sich an der Vorstellung fest, wollte nicht loslassen.

 

 

 

Die Welt flackerte. Als er klarer wurde realisierte er, dass sein HUD immer noch defekt war. Wo war er eigentlich. Tatooine? Nein, er konnte Hochhäuser in seinem Blickfeld erkennen. Er lag wohl auf dem Rücken. Plötzlich durchschoss ihn Energie. Còrryn hatte ihm ein Stim in den Hals geschossen. Sein Oberkörper schnellte hoch. "WAS....wo bin ich". Geib sah sich um, verwundete Soldaten, in der Entfernung Kampfgeräusche. Neben ihm huschte eine recht zierliche Gestalt in Rüstung bereits weiter zum nächsten Verwundeten. Er sah sich um, eine Art Park, aber von Granaten aufgesprengt. Schutt lag überall herum, einige Ausrüstungsteile und gelegentlich Leichen in verschiedenen Stadien der Verwesung. Der Strand war besser gewesen...

 

 

 

Die chemischen Substanzen brachten ihn auf Touren, er stand auf und nahm mechanisch das Gewehr in beide Hände, das er wohl die ganze Zeit verkrampft in der rechten Hand gehalten hatte. Die Soldaten trugen alle weiße Rüstungen. Er hob das Gewehr, schaute auf die Ladeanzeige. Es war ein Republik-Modell: E-313. Irgendwie fremd und doch vertraut. Wie die Rüstungen. Er ließ das Gewehr wieder sinken. Was ist passiert? Er lebte noch, das war klar. Er hielt sich an dem Traum fest, dessen Details bereits verblassten.

 

 

 

Irgendwer rief "Bishop, hier rüber". Kurzes überlegen. Bishop war sein Familienname.... Er lief mechanisch in Richtung der Stimme. Mehrere Soldaten, fast alle verwundet. Sie machten sich abmarschbereit, wuchteten grade einen massiven Soldaten, der ihn etwas an Targonne erinnerte, dessen Rückenpanzer aufgesprengt war und aus dem rote Hautfetzen heraus hingen, auf eine Trage. "Wo sind Wir?"  fragte Geib wieder. Irgendjemand sagte "Halt dich an Blister". Sein Com ging an und Blister's vertraute Stimme drang aus dem Lautsprecher. "Im Einsatz Mann, Corellia.". Klang ziemlich gestresst. Wenn Blister gestresst war, bedeutete das nichts Gutes. "Ich kann mich nicht erinnern, sehe schlecht. Hat es mich erwischt?". Blister sicherte mit seinem schweren Repetier-Blaster einen großen Hauseingang, anscheinend der Schauplatz des Kampfes, bei dem es ihn erwischt hatte. Er kuckte sich kurz um, betrachtete Geib´s Helm, sagte aber nur "Ja, wird schon" und drehte wieder den Kopf in Richtung Gang.

 

 

 

Geib sah sich unschlüssig um, folgte dann aber Hoogins, Burral und Blister, als das Signal zum Aufbruch kam. Er konnte laufen, war nur etwas unsicher auf den Beinen. So schlimm konnte es nicht sein, auch wenn er sich etwas Sorgen machte wegen der Wunde. Wo es ihn wohl erwischt hatte?

 

 

 

Zurück in der Basis stellte sich bei ihm ein surreales Gefühl ein. Der Tross aus verwundeten, halbtoten Soldaten kam in der Basis an einer Gruppe Jedi vorbei, einer der Robenträger beschwerte sich in weinerlichem Ton, dass er sein Lichtschwert verloren habe. Geib hatte den Großteil des Weges auf den verwundeten Soldaten mit dem zerstörten Rücken gesehen und verspürte nun den tiefen Wunsch, dem Jedi ins Gesicht zu schießen. Zum Glück schob Blister ihn weiter zur Krankenstation.

 

 

 

Er wurde auf eine behelfsmäßige Liege gesetzt und wartete auf den Doc. Durch die vielen Verwundeten dauerte es relativ lange, sodass er von selber den Helm abnahm. Er erschrak aufgrund des geschwärzten Brandlochs an der rechten Seite des Helms. Von innen betrachtet schien das Loch weit weniger groß, so schlimm würde es schon nicht sein. Als schließlich der Medidroide kam und einige Untersuchungen machte, war er sich immer noch nicht sicher, was er hier eigentlich machte, aber irgendwie würde das schon Sinn machen. Nachdem der Droide ihm ein Schlafmittel gegeben hatte, dämmerte er trotz der teils vor Schmerz stöhnenden Kameraden schnell weg. Vielleicht würde der Traum ja wieder kommen.

 

Er träumte auch wieder von einer alten Liebe, die hatte sich effektiver in seinen Schädel eingebrannt als der Blasterschuss des Mandalorianers. 

 

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